Freitag, 7. September 2007

Das Leben ist kein Ponyhof

Also, eines gleich mal an dieser Stelle, für die welche denken, ich mache hier Urlaub, ICH MACHE KEINEN URLAUB HIER – ICH STUDIERE HIER. Ich kann zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht sagen ob das schwieriger oder leichter ist, als bei uns in Deutschland, aber eines kann ich jetzt schon sagen, es ist wesentlich arbeitsintensiver und viel viel teurer. Hier empfiehlt jeder Prof zu seinem Kurs ein Buch (das sollte man sich dann auch besorgen, da die Vorlesung drauf aufbaut und die Hausaufgaben!!!!!!! meist auch dort zu finden sind). Die Bücher fangen so bei $70 an und können auch schon mal $170 kosten!!! Ist nicht wie bei uns, dass man sich die Bücher ausleiht. Morgen werd ich auch erstmal schaun, ob das hier überhaupt geht. Aber da könnt ihr euch vorstellen das Kurse nicht ganz billig sind. Dazu kommt dass man pro Kurs auch locker noch mal ca. $700 für Einschreibung los ist. Dann kommt auch noch Krankenversicherung von ca. $460 dazu. Also, liebe deutschen Studenten: NICHT ÜBER DIE 500€ aufregen. Damit kommen wir schon ganz gut weg!!! Allerdings möchte ich euch auch nicht vorenthalten, was hier mit den Studiengebühren passiert ;0) Die werden nämlich auch für die Studierenden ausgegeben. Das bedeutet unzählige Plätze zum lernen. Eine Biblo, von der kann Wob nicht mal träumen (na gut, Wob ist vielleicht auch kein ansatzweise guter Maßstab, da selbst unsere Stadtbiblo in Forst größer ist), ein Angebot an Kursen, vor allem an Sportkursen, die Anzahl an Computerplätzen, …
Wieder zurück zum Studium(kann jetzt noch ein bisschen mehr erzählen – hab noch etwas Zeit, da meine beiden Mitbewohner gerad den Abwasch machen und ich da nicht stören will ;0) ), dass ist hier wie Schule ;0) Test’s, Hausaufgaben, Vorträgen, Anwesenheit (das wird das größte Problem, vor allem wenn die Winter so kalt werden wie alle erzählen ( -35 Grad) – das ist preeeeeettty cold!!! Da bekomme ich wahrscheinlich Nippel mit denen man Glas schneiden kann ;0) ) Gruppenarbeit, Mitarbeit (!!! Weiß gar nicht mehr, wenn das letzte mal meine Mitarbeit bewertet wurde :0))) ) und das final Exam. Also, viel Arbeit. Und da wir uns eigentlich gedacht hatte, das wir nur 15 Kredits das ganze Jahr machen müssen, können wir die Sache ruhig angehen, wurde wir gleich mal zurechtgerückt. Um hier Vollzeitstudent zu sein, müssen wir mind. 12 Kredits machen, was nach deutschem Standard schon 20 ECTS sind. Also nix mit Eier (oder was auch immer) schaukeln.

Ach ja, was ich noch los werden muss. Mein Ärger/Frust mit der Spaßkasse Forst!!! Ich würde mich freuen, wenn einmal da was klappt, wie es klappen soll. Sobald man sich nicht mehr in Forst befindet und über diese Grenzen hinaus geht – hat man bei dieser Bank verloren! Geloost!!! Also, welche Erfahrungen ich dort in dem letzten halben Jahr gesammelt habe, davon könnt ich fast ein Buch schreiben mit Dingen die es eigentlich nicht geben kann, aber doch gibt. Wenn ich nicht so aufgeschmissen wär ohne Geld, würde ich mich über soviel Inkompetenz totlachen. Aber leider werde ich dadurch in eine Situation gebracht, die leider nicht mehr so lustig ist!!! Jetzt bin ich gespannt, ob mind. eine Sachen klappt – Transaktion auf mein Konto hier. Sonst bleiben mir nämlich noch 7€ für den Rest des Monats!!! ((und wir haben heut den 6.9!!!) was ein bisschen wenig ist, auch wenn der Tauschkurs gut ist ;0) ) Also liebe Leute: NIE WIEDER SPAßKASSE!!!

Ach ja, ich hab noch eine Bitte. Alle die bis hierhin schon mal gelesen haben, schickt (per Email an: ottofunny@gmx.de oder st.otto@fh-wolfenbuettel oder stefanie.otto@usd.edu ) ihr mir bitte euer Geburtsdatum und eure Handynummer – mein Handy hat den Geist aufgegeben!!! Also, wer auch immer das Glückschweinchen gerad’ zum f***en hat, ich bräucht’ es auch mal wieder ;0)

Gudi, ganz liebe Grüße von
Der lieben Steffi

Donnerstag, 6. September 2007

Einmal Nebraska und zurück

Tja, gestern hat uns Benno eingeladen, mit ihm ein Tour zum Ponca State Park, zurück und bis nach Yankton zu machen. Natürlich haben wir dies dankend angenommen um hier ein bisschen rum kommen. Eigentlich gab es da auch keine Hightlights. Da sprechen Bilder wirklich für sich. Das Einzige was ich bemerkt habe, ist das ich hier wirklich „in the middle of nowhere“ gelandet bin!
Ich musste gestern auch erstmal erfahren, dass die 10.000 Einwohner von denen ich immer gesprochen habe, schon inklusiv der 8.000 Studenten sind. Da könnt ihr euch vorstellen wie ruhig es hier war, bevor am Di die Uni wieder los ging. Da wir direkt gegenüber von Walmarkt wohnen merkt man allein schon, dass der Betrieb dort, sich jetzt verdoppelt hat.
Aber zurück zu unserem Trip! Der war eigentlich irgendwann nur noch anstrengend und na ja, wie soll ich es ausdrücken – die Einzige Sehenswürdigkeit weit und breit ist der Missouri River! Den kann man aber von 5 unterschiedlichen Punkten, von 2 unterschiedlichen Seiten, an einem Staudamm, von oben und von unten betrachten!!! Aber ganz ehrlich – dadurch wird er nicht schöner und nicht interessanter! Aber unser 7 stündige Tripp hat uns vergewissern lassen, dass wir in the middle of nowhere sind!!! Mehr gibt’s da auch nicht zu erzählen. War halt nicht New York, San Francisco oder eine andere Großstadt ;0)

Sonntag, 2. September 2007

Ersten Tage in Vermillion

Hallihallohallöchen

Also, dass mit dem öfters schreiben gestaltet sich als anstrengender als ich dachte ;0) Werde das wohl in nächster Zeit etwas eindämmen. Aber wird bestimmt auch weniger zu berichten geben. Wenn ich in den nächsten Tagen mal ein paar Foto’s hier mache, werdet ihr schnell sehen, dass dieses Nest kleiner und langweiliger ist als Forst!!! Aber eines steht fest, die Leute sind wesentlich freundlicher!!!

So, lasst mich schnell überlegen wie viel ich euch das letzte Mal erzählt habe. War eigentlich nur die Anreise.
Jetzt bin ich schon fast ne Woche hier. Da gibt’s natürlich viel mehr zu erzählen. Fange ich einfach mal bei Di an. Dort waren wir eigentlich den ganzen Tag unterwegs und haben Sachen wie Konto, TV (by the way: wir haben 945 Kanäle!!!), Strom, Möbel,… erledigt.
Danach haben wir noch geholfen Tisch und Stühle rüber zu Huck’s zu bringen, da die am Mi eine Welcomeparty für die ganzen Prof’s hatten. Da wir zu diesem Zeitpunkt immer noch dort Übernachtet hatten, waren wir natürlich herzlich eingeladen. Nach der Schlepperrei gab’s erstmal Abendbrot. Und dann war auch schon 21.00 und Huck’s haben sich ins Bett verabschiedet. Wir sind noch ein bisschen aufgeblieben, um alle Emails zu beantworten.
Der Mi war dagegen schon fast ruhig. Wir sind gegen 9.00 zu unserer neuen Wohnung gefahren und haben den ganzen Kram verräumt. Danach sah es hier auch schon aus, als ob jemand einziehen würde ;0) Dazu kamen dann noch kleinere Besorgungen und Abends die Party. Dort haben wir alt bekannte Prof’s von der ISU wiedergetroffen und neue Bekanntschaften gemacht. Natürlich wurden wir vom Dekan gleich mal allen Profs vorgestellt ;0) Ich denk schon dass wir son klein Sonderstatus haben, denn als wir am Do mit anderen Austauschstudenten gesprochen haben, waren diese schon ein bisschen neidisch LOL

Am Do hat um 9.00 unsere Orientation begonnen. Da werden dann generelle Sachen wie Krankenversicherung, Student ID, Emailkonto und andere Kleinigkeiten geklärt. Hat aber trotz Kleinigkeiten bis 16.00 gedauert. Danach sind wir erstmal zu uns, um den netten Mann von Kabel TV Eintritt zu gewähren ;0) Da wir somit dann auch TV und Internet hatten, konnten wir einziehen. Sind dann wieder zurück zu Huck’s und haben unsere ganzen Sachen zusammengepackt. Zum Abschied gab’s dann lecker Pizza, Bier und für mich nach den Rest Sangria vom Vortag.
Und gestern hatten wir uns endlich für unsere Kurs registrieren. Einer meiner Kurse ist Golf!!! Sowas kann man hier als Unikurs machen. Ansonsten belege ich noch ein Human Ressourcekurs, ein Kurs in Advanced Corporate Finance und einen Englischkurs, um meine Englischkenntnisse weiter auszubauen. Ach, und damit ich auch schön sportlich bleibe noch zusätzlich ein Volleyballkurs. Und dann hab ich damit auch die ganze Woche zu tun, da das System hier anders ist als unser in Deutschland. Nachdem wir damit fertig waren sind wir zu Kris ( Kristine R. – Prof. die wir schon in Wob von der ISU kannten) ins Büro, wo wir ein zweites und drittes Fahrrad versprochen bekommen haben – zu dieser Gastfreundlichkeit komm ich gleich noch mal. Nachdem wir ihr erzählten, dass wir uns für Golfkurs angemelde haben, meinte
sie gleich „Ach, kommt doch einfach heut Abend rüber und Bob (ihr Mann) geht mit euch zur Driving Ranch“. Gemacht, getan. Wir Abend rüber, erstmal die ganze Familie kennen gelernt und zum Abendbrot ein Burger gegessen und dann ab. LEUTE!!! Im Fernsehen sieht das wesentlich einfacher aus, als es wirklich ist. Ich war glücklich wenn ich den Ball einfach mal getroffen habe und er 3m gerollt ist. Da könnt ihr euch bestimmt auch vorstellen wie happy ich war, als er doch mal in die Luft gegangen ist und fast 80 yds (ca. 75m) geflogen ist. Aber die meiste Zeit hab ich einfach daneben geschlagen :0) Das Ganze hat ca. 45 Min. gedauert, aber dafür hab ich heut ein Muskelkater, als ob ich den ganzen Abend geschlagen hab. Keine Kondition!!! :0(
So, was ich heut gemacht hab, schreib ich morgen. Dafür bearbeite ich lieber noch ein paar Bildchen für euch ;0) denn ich weiß, dass euch die meist viel mehr interessieren ;0)

So, dann bis morgen.
Ganz liebe Grüße
Eure liebe Steffi

Der Ninja


An dieser Stelle muss ich einen kleinen Einschub machen. Huck hat uns seinen alten Mercedes zur Verfügung gestellt um uns einrichten zu können und die erste Zeit erstmal hier in Vermillion rum kommen. Als er uns dies Angebot machte, meinte er, dass das Auto alt sein. DAS IST DER NINJA!!! Das Auto hat außer mit dem Namen, sonst nix damit zu tun!!! Glaubt mir.

Leute, sowas hättet ihr euch bestimmt auch nicht vorstellen können. Kleine Story dazu. Es regnet, das Fahrerfester ist offen, da wir es nicht mehr hoch bekommen haben und ich sitzte hinter dem Beifahrer, dessen Sitz meinen Ausstiegshebel blockiert, da er einen starken rechtsdrall hat - ist halt kapputt. Aber jetzt der Hammer: wir fahren durch ein Pfütze und ich (nebenbei bemerkt - ich saß schon IM Auto) bekommen auf einmal total feuchte Füße. Also ich hätte auch selbst durch die Pfütze gehen können. Das Ergebniss wär das gleich gewesen!!!

Aber Bilder sprechen sowieso viel besser für sich selbst ;0) Leider sieht man in der Auflösung nicht die 100.000 Roststellen.

Mittwoch, 29. August 2007

Meine ersten Eindrücke

Hello everbody,

nach 24h Reisezeit bin ich gestern endlich hier in Vermillion um kurz vor 23.00 Ortzeit angekommen (da war’s bei euch schon 6.00 morgens – also meine inner Uhr konnte sich auch nicht durch das lange hell sein überlisten lassen).
Zur Reise kann man nur sagen – sie war lang!!! und von Flug zu Flug wurde die Maschine immer kleiner. In Berlin hatten wir noch eine mit 7 Plätzen pro Reihe und ziemlich viel Platz im Beinbereich. Vom New York nach Cincinnati waren es nur noch 5 Sitze pro Reihe und die Beinfreiheit war hier schon deutlich eingeschränkt. Aber der Hammer war der Flug von Cincinnati nach Sioux Falls. Ehrlich gesagt dachte ich, so was baut man gar nicht mehr. Es waren zwar immer noch 4 Sitze pro Reihe aus denen man aber gut und gerne auch 2 pro Reihe hätte machen können! Und da die Maschine etwas kleiner war, war sie dementsprechend unruhig. Da freu ich mich doch jetzt schon auf den Rückflug!!!
Nachdem wir hier aber sicher angekommen waren, gab es einen super herzlichen Empfang und einen kleinen Snack und dann ging’s ab in die Falle. Beim Snack hat uns Greg gleich mitgeteilt, dass morgen um 6.30 aufstehen angesagt ist!!!!!!!!! 6.30!!!!! (man muss mich nicht gut kennen um zu wissen dass dies pretty early für mich ist) – Ach so, ich entschuldige mich gleich mal hier an der Stelle, da ich es hier noch mitbekommen, dass mein Deutsch wahrscheinlich immer mehr Denglisch wird. Also, sobald ihr irgendwas nicht mehr versteht, schreibt mir das einfach in einen Kommentar, der unter dem Text zu finden ist, und ich werde mich bemühen es so zu formulieren dass mich auch jeder versteht.
So, wieder zurück zum Text. 6.30!!! Erstaunlicherweise war das dann doch kein Problem gewesen. Ich war bereits schon um 6.00 wach und habe den heutigen Tag auch ziemlich gut überstanden. Da wir Mo früh los sind und hier Abends gleich schlaffen gegangen sind, konnten wir unseren Körper ein wenig austricksen – aber auch nur ein wenig. Somit kann ich schon sagen, dass mich der Jetlag nicht wirklich fertig macht.
Das Appartement was wir uns heut angeschaut haben ist wirklich schön. Halt neu – richt man sogar noch, da bereits Teppichboden drin ist. Morgen werde wir den ersten Kram verräumen und dann nimmt die ganze Sache auch schon langsam Form an :0)

Guti, das erstmal für heute. Mir fallen gleich die Augen zu.
Ich meld mich bald wieder.

LG Steffi

Morgen geht's los

Zwar ist heut nicht So sondern Mi, aber ich hab die ganze sache für euch schon So geschrieben, leider erst heut geschafft, ins Netz zu stellen. Ich hoffe, ihr verzeiht mir ;0)
So, morgen geht’s los :0) Aber von Aufregung noch keine Spur. Ich hab gedacht, dass zum mindest den letzten Tag noch etwas Nervosität hinzu kommt. Aber nix davon zu spüren. Vielleicht schaut das morgen früh dann auch schon anders aus.

Zum mindest habe ich es gestern endlich geschafft meine Koffer fertig zu packen! Irgendwie habe ich mich schon die ganze Zeit vor dieser Arbeit gedrückt. Ist auch fast so schlimm wie umziehen. Immer wieder abwägen – kommt es mit oder nicht – ist es wichtig oder nicht – kaufe ich es mir lieber da oder hier. Und obwohl ich diesmal deutlich weniger Gepäck mitnehmen wollte, wie letzte Mal, ist bestimmt immer noch eine Menge Mist dabei. Aber wie wir Frauen nun einmal sind – man weiß nie, ob man es mal brauchen könnte ;0) Und mal ganz ehrlich, so ein Auslandsjahr ist für Frauen schon einen immense Einschränkung – nur eine Handtasche und vier paar Schuhe!!! Das hat schon fast Männercharakter!!! Aber mal schaun, ob ich nicht noch ein bisschen Platz für ein Paar habe ;0) Und, um wieder auf die Menge zu sprechen zu kommen, habe ich diesmal auch deutlich weniger Kram mit als das Letzte mal!!! Man kann anscheinend doch aus seinen Fehlern lernen!!!

Tja, was gibt’s sonst noch so zu berichten. Eigentlich nicht viel. Die letzten Tage hier in Forst habe ich erstmal eine Runde Schlaf nachgeholt, meine ganzen Sachen überall im Hause verstaut, meine Koffer gepackt und mich noch mal mit dem einen und dem anderen getroffen. Waren auch sehr interessante (nette) Gespräche dabei ;0) Ach ja, und dann war ich auch noch den vorletzten Abend in Eichwege zur Schaumparty. Leute last euch Eins sagen!!! NIEMAL WEIßE HOSEN ANZIEHEN!!! Ich glaube nicht mal Kleinkinder sehen so mistig nach dem Spielen aus!!! Wie meine Mama diese Hose wieder weiß bekommen hat, würd mich mal interessieren. Das grenzt schon fast an ein Wunder. Jetzt wird der ein oder andere sich an Kopf fassen (das wird ihr bestimmt auch noch öfters machen, wenn ihr diese Berichte lest ;0) ),aber es war die einzige Hose, die noch nicht im Koffer lag!

Guti, wenn ich mir das durchlese, denke ich, dass das genug Gelaber für heut war.

Ganz liebe Grüße an euch ALLE.
HEL
Steffilein

Freitag, 17. August 2007

Abschied aus Wolfsburg


Ein Abschied fällt selten leicht. Und auch wenn ich nicht zu den Wolfsburgfans gehöre, habe ich dort doch Leute kennen gelernt, die ich in nächster Zeit bestimmt vermissen werde. Aber ich hoffe, wie man das meist in der Situation macht, dass ihr mir alle fleißig Emails schreibt, damit ich immer auf dem neusten Stand bleibe.

Natürlich freue ich mich auch über "richtige" Post (vorallem auf eine versprochende CD ;0) ), aber da nicht mehr lange hier bin und der Postkasten in den USA vielleicht noch nicht mal hängt, ist eine Email schnell, einfach und sauber ;0)
Guti, habe euch alle lieb.
Eure Steffi

Umzug, Auszug, Wegzug

So, nachdem ich meinen Umzug fast vollständig gemeistert habe, dachte ich mir, dass ich euch mal wieder auf den aktuellen Stand der Dinge bringe.
An dieser Stelle möchte ich mich noch mal ganz herzlich bei meinen fleißigen Umzugshelfern bedanken, ohne die ich sonst recht dumm ausgeschaut hätte. Also: DANKE! DANKE! DANKE!
Für die, die nicht mal mehr wissen, dass ich gar nicht mehr in Wob bin: Ich habe am 11.08.07 offiziell Wob verlassen. Allerdings kamen noch 3Renovierungstage dazu, in denen ich das letzte Mal den Charme von Wob genießen durfte ;0) . Krönung des Ganzen war natürlich unsere kleine Calpiparty mit der leckeren Pizza vom Christian (an Christian: also das kannst wirklich gut!!!)
Jetzt bin ich für die nächsten 1,5 Wochen auf Zwischenstopp in Forst (für die, die nicht wissen wo Forst liegt: nehmt euch einen Atlas und schaut einfach unter Frost nach ;0) – kleiner Tipp: liegt in der Nähe von Cottbus) und dann geht’s endlich los. Zur Zeit gehe ich noch mit gemischten Gefühlen an die Ganze Sache, da es leider Punkte gibt, die mich noch nicht 100% überzeugen. Aber ich bin mal ganz unvoreingenommen und werde mich einfach überraschen lassen. Und sollte es mich nicht zusagen, da kennt ihr mich ja – werde ich einfach den Mund aufmachen und einmal auf den Tische hauen ;0)

Wir haben jetzt auch ein schönes Appartement, was sich hoffentlich ganze schnell und preiswert füllen wird, wenn wir ankommen :0) Es ist nagelneu und liegt nicht weit entfernt von der Uni. Bei Gelegenheit kann ich für die Neugierigen unter euch auch mal einen Link reinstellen, unter dem man sich die Wohnung schon mal leer anschaun kann.
An dieser Stelle muss ich auch mal meine Begeisterung für das herzliche welcome und die grenzenlose Unterstützung von Benno und Greg Huckabee zum Ausdruck bringen.
Kurze Erklärung wer die Beiden sind:
Benno (über sich selbst): As you might have heard from the students who were here last year or before, I make it a point to look after you – only as long as it pleases you.
I was born in Hannover in 1935 and grew up in Duesseldorf during and after WW II. I came to the University of South Dakota as an Assistant Professor of Economics and retired about seven years ago. I used to teach Int’l Economics and Int’l Business. I worked in Germany (Rheinische Post in Duesseldorf & F. Schiller U. in Jena), but also in Kabul, Afghanistan (Afghanische Wollindustrie), Nairobi, Kenya (Nairobi University), and Dhahran, Saudi Arabia (University of Petroleum & Minerals). I also worked in Japan for almost 18 moths. In other words, I am very much an international person.
Let me also mention that I am scheduled to live in Paraguay for about three months during the Fall.
Greg Huckabee: ist unser Studienberater, der uns zugleich für die ersten Tage in Vermillion Unterschlupf bietet, solange unsere Wohnung noch nicht eingerichtet ist. Zwar kennt er uns noch nicht, aber läd uns ein, die ersten Nächte Gäste in seinem Haus zu sein. Und damit wir auch die Möglichkeit haben unsere Wohnung einzurichten, stellt er uns zusätzlich seinen alten Mercedes und seinen Hiwi (inkl. Pickup) zur Verfügung.

Auch sonst, sind Beide so um unser Wohlbefinden besorgt und kümmern sich um alle möglichen Sachen, damit wir uns so schnell wie möglich in Vermillion einleben werden. Bin über die Gastfreundlichkeit total begeistert!!!

Das war es erstmal wieder. Schlaffe gleich ein!
LG Steffi

Samstag, 28. Juli 2007

Alles "nur" Vorbereitung

SA, 28.07.2007

Am Mi waren wir endlich in Berlin, um unsere Visum zu beantragen. Leute, ihr glaubt gar nicht, wie lange es dauern kann Bewerbungsunterlagen abzugeben und das WICHTIGE Visumsinterview (1 Minute) zu führen. Ich kann es euch sagen. Fast 3,5 Stunden!!! Kaum zu glauben aber wahr. Da denkt man, man weiß als Deutscher was es bedeutet sich von einer Schlange in die andere anzustellen und denkt man ist was Bürokratie betrifft abgehärtet, ABER da war man noch nicht bei der amerikanischen Botschaft! Ein kleiner Auszug, damit ihr versteht was ich meine.
Wir (Sebastian, Andreas und ich) haben einen Termin um 10.30 bzw.11.00 und sind auch schon kurz nach 10.00 vor der amerikanischen Botschaft angekommen. Dort dürfen wir uns in die erste Schlange stellen, da die Botschaft bestimmt besser gesichert wird als Fort Knox. Keine Handys, keine elektronischen Geräte, es war erstaunlich, dass ich meine Unterlagen mit rein nehmen durfte! Nach ca. 45 Min./ einer Stunde waren wir endlich drin. Dort wurden wir gleich eingewiesen, unsere Unterlagen zu sortieren und uns in die nächste Schlange zu stellen. Diese hatte den Zweck unsere geordneten Unterlagen noch mal umzusortieren und zu kontrollieren, ob alles dabei ist. Nachdem wir auch dadurch waren ging es dann in die dritte Runde- zur Anmeldung. Jetzt kommt’s. Der Aufgabe bestand darin, die geordneten Unterlagen entgegenzunehmen UND zu kontrollieren ob alles dabei ist. ANMERKUNG: Hat das nicht schon der nette Herr eine Runde zuvor gemacht?!?!
Somit sind unsere Unterlagen dann auf dem einem Stapel der beiden „Interviewer“ gelandet. Dazu muss man sagen, dass sich in diesem Raum ca.50 bis 60 Leute befanden, die alle einen Termin hatten!!!! und von den 6 Schalten, 2 für die Anmeldung waren und einer für das Interview. Hin und wieder wurde für das Interview auch noch ein zweiter Schalter geöffnet!!! Sebastian musste auch nur ca. eine Stunde warten bis er sein Gespräch hatte. ICH, die in der Anmeldung nur 10 Leute hinter Sebastian gestanden hat, musste zusehen, wie sich Andi, der sich als Vorletzter (ca. eine ein Stunde später) angemeldet hatte, vor mir dran kam!!!!!!!!!
An diesem Punkt kam das leise Gefühl in mir hoch, dass ich auf dem Stapel von "MR. SCHNELLARBEIT" liege ;,0(
Ob ihr es glaubt oder nicht, irgendwann kam auch ich kam auch ich dran. Jepi!!!! Mein Interview!!! Erste Frage: Was wollen sie in den USA machen? Antwort (die aber auch schon auf den Formularen stand) Studieren. Zweite Frage: Wie finanzieren sie das (stand auch auf dem Formular)? Antwort: Privat und die letzte Frage: Wie lange werde sie noch für ihr Studium benötigen, wenn sie wieder in Deutschland sind?

So, mit diesen drei Fragen siebt man anscheint kleine Terroristen aus! Für diese drei Fragen haben wir Schluss endlich 3,5 h gebraucht!!!

Danach ging es dann wieder Richtung WOB. Nachdem ich schon um 6.00 aufgestanden bin, war ich zu dem Zeitpunkt als ich wieder in Wob war leicht müde, zudem das Wetter mir auch noch Kopfschmerzen beschert hatte. An diesem Punkt habe ich mich auch meine Couch gefreut.
Aber wer denkt, dass der Tag dort schon zu Ende war, der irrt. Nachdem ich es mir auf der Couch etwas gemütlich gemacht hatte, klingelt mein Telefon. Sebastian, welcher meinte, er hätte gerade im Studentenwohnheim in South Dakota angerufen und mitgeteilt bekommen, dass er dort kein Zimmer bekommen hat. Ich dort also auch angerufen – Tja – ich habe auch keines bekommen. SO, jetzt standen wir da. In einem Monat geht es los und wir haben keine Unterkunft. WOHNUNGSSUCHE! Ganz einfache Sache in einer Stadt die ca. 12/13 Flugstunden + 8 Stunden Zeitunterschied entfernt ist!!!

Soweit der aktuelle Stand!

Mittwoch, 18. Juli 2007

18.07.2007 - 22.07.2007

Die liebe Steffi nimmt sich eine kleine Auszeit und verschwindent aus Wolfsburg ;0)